Sie sind hier

Klassischer indischer Tanz Odissi und Bharatanatyam

Monalisa Ghosh (Odissi) und Debjani Chatterjee (Bharatanatyam)
Sowohl Odissi als auch Bharatanatyam gehören zu den ältesten klassischen Tanzformen Indiens; ihren Ursprung haben sie in den Tempeln, wo sie von den Devadasis als hingebungsvolle Opfergabe dargeboten wurden. Ihre Wurzeln lassen sich auf die Mahari- und Gotipua-Traditionen, auf Tempelskulpturen sowie auf alte Schriften wie das Natya Shastra und das Abhinaya Darpana zurückführen. Odissi zeichnet sich durch die anmutige Tribhangi-Haltung (dreifache Körperkrümmung), den Chowka-Stand (quadratische Grundhaltung), fließende Oberkörperbewegungen, komplexe Fußarbeit, skulpturale Posen und ausdrucksstarkes Abhinaya aus. Der Stil des Bharatanatyam ist geprägt von klaren geometrischen Linien, präzisen Adavus (grundlegenden Tanzelementen), rhythmischer Fußarbeit, ausdrucksstarkem Abhinaya sowie der charakteristischen Aramandi-Haltung (einer halbsitzenden Position). Traditionell vereinen beide Stile Nritta (reiner Tanz), Nritya (ausdrucksstarker Tanz) und Natya (dramatische Darstellung), wobei häufig Geschichten und Themen der spirituellen Hingabe erzählt werden. ** Die heutige Darbietung umfasst sowohl Soli als auch eine reizvolle Choreografie, die zwei uralte klassische indische Tanztraditionen – Odissi und Bharatanatyam – harmonisch miteinander verbindet; sie würdigt das gemeinsame spirituelle Erbe und hebt zugleich die jeweils eigene Ästhetik, die Bewegungen, Rhythmen und die Ausdruckssprache hervor. Ausdrucksstarke Erzählkunst, inspiriert von faszinierenden Episoden der indischen Mythologie, erweckt alte Geschichten durch anmutige Bewegungen, Emotionen und dramatischen Ausdruck zum Leben. Ein fesselndes Zusammenspiel rhythmischer Fußarbeit, verwoben mit komplexen Taalas (rhythmischen Zyklen), schafft einen lebendigen Dialog zwischen Bewegung, Rhythmus und Melodie.

Vorstellungstermine:

Im Moment sind keine Vorstellungen geplant.